How You Can Become A Beesaver (Part I)

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How incredibly important bee activism is became only really apparent to me when I was invited to be a part of the REWE campaign “Let’s give bees a home” and started educating myself properly on this subject. Therefore I am more than happy about this collaboration and for the opportunity to use my platform for such an important cause!!

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Wie wichtig das Thema Bienenschutz wirklich ist, wurde mir erst bewusst, als ich mich im Rahmen der Kampagne “Gemeinsam geben wir Bienen ein Zuhause” eingehend damit beschäftigt habe. Aus diesem Grund freue ich mich sehr über diese Kooperation mit REWE und die Möglichkeit, meine Reichweite hier so sinnvoll nutzen zu können und euch auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

In meinem letzten Blogpost habe ich euch von den Ursachen für das Bienensterben berichtet und über die wunderbare Arbeit erzählt, die REWE in langjähriger Partnerschaft mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) leistet. Im Vordergrund steht dabei die Erhaltung des Lebensraums der bestäubenden Insekten, um die Sicherung der Artenvielfalt zu gewährleisten. Tatsächlich sind von den rund 560 in Deutschland vorkommenden Wildbienen-Arten mehr als die Hälfte gefährdet oder bereits ausgestorben.

Ohne Bienen keine Lebensmittel!

Das Überleben der Bienen ist für uns alle enorm wichtig und jeder von uns kann schon mit kleinen Hilfsmitteln zum Bienenretter werden! Wie genau, durfte ich vergangenen Dienstag beim Workshop “Umtopfen im Kopf” von REWE in Hamburg lernen. Dabei gab es von Expertin Dr. Maren Meyer-Grünefeldt von der NABU Umweltpyramide und von Dr. Florian Schäfer von REWE nicht nur theoretischen Input, sondern vor allem ganz viele praktische Tipps, die wir direkt ausprobieren konnten. Es hat so Spaß gemacht selbst aktiv zu werden und ich war überrascht, wie einfach man neuen Lebensraum und Nahrung für unsere kleinen Freunde schaffen kann!

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Möchtest du auch zum Bienenschützer werden?

In diesem Blogpost werde ich alles Gelernte zum Thema Wildblumen mit euch teilen – den zweiten Part mit allen Infos rund um den Bau von Nisthilfen gibt es dann in meinem nächsten Blogpost.

Wildblumen für unsere Wildbienen

Beim Bienenschutz steht vor allem die Wildbiene im Vordergrund. Die uns viel bekanntere Honigbiene ist nicht vom Aussterben bedroht. Bei den Wildbienen sieht das ganz anders aus – obwohl sie aus ökologischer Sicht viel wichtiger und absolut unersetzlich sind. Sie sind effektiver in der Bestäubung und robuster, aber ohne den von den Imkern geernteten Honig leider wesentlich uninteressanter für die Wirtschaft.

Wie so oft hat der Mensch hier über verschiedene Wege eine Situation erzeugt, die nicht nur für das Aussterben von Tierarten sorgt – sondern sogar unser eigenes Überleben gefährden kann, wenn wir nicht schleunigst etwas ändern. Da beim Bienensterben aber so viele Faktoren zum Tragen kommen, fühlt sich keiner so wirklich verantwortlich.

Umso wichtiger ist in meinen Augen daher das Engagement, das REWE hier zusammen mit dem NABU leistet: sowohl durch die ganz praktische Arbeit, wie zum Beispiel das Anlegen von Blühflächen, als auch über die Aufklärungsarbeit, damit wir Konsumenten bewusstere Entscheidungen treffen und im eigenen Garten oder auf dem Balkon selbst aktiv werden können.

Das Aussäen von Wildblumen ist eine wunderbare Möglichkeit dafür!

Die Wildbienen arbeiten zum Teil mit einem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Das bedeutet, dass ihr Mundwerk an spezielle Blütenpollen angepasst ist. Oft sind die heimischen Wildbienen sogar auf bestimmte regionale Blumensorten spezialisiert. Die gezüchteten Blumen, die in den meisten Gärten und Blumenkästen zu finden sind, sind daher für die Bienchen uninteressant. Diese enthalten zum Teil sogar gar keinen Nektar mehr, weil sie so gezüchtet wurden, dass die Blüte größer und dichter ist – zum Nachteil der Insekten. Unsere konventionellen Zierblumen sind vielleicht nach den gängigen beauty standards dekorativer – für den Erhalt der Artenvielfalt aber sinnlos. Wahre Schönheit kommt von innen!

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Jede Pflanze hat eine ursprüngliche Wildform, die die optimale Nahrung für die Bienen darstellt – und auch für uns sehr nützlich sein kann. Mehr dazu später.

Beim Aussäen von Wildblumen ist daher die Wahl der Saat wichtig! Aufgrund der Spezialisierung der Wildbienen auf bestimmte regionale Pflanzen ist regio-zertifiziertes Saatgut am sinnvollsten. Heimische Wildarten sind außerdem schädlings- und witterungsresistenter und damit viel pflegeleichter als gezüchtete Arten.

Die richtige Aussaat:

  • Am besten Regiosaatgut verwenden! Dieses könnt ihr ganz leicht übers Internet bestellen.
  • Saatgut mit Füllstoff (zum Beispiel ungewaschenem Sand oder Quetschgerste) mischen; Wildblumen brauchen nämlich mehr Platz als andere Aussaaten.
  • Wildpflanzen sind Lichtkeimer – daher nur per Hand auf dem Boden verteilen und im Anschluss andrücken, damit die Samen trotzdem Kontakt zur Erde bekommen (beispielsweise mit einer Holzplanke).
  • Danach gut wässern.
  • Optimale Zeiträume: Februar bis Mai oder August bis Oktober

Hierzu hat uns Expertin Maren noch ein paar wichtige Tipps gegeben:

  • Nährstoffärmere Böden sind für die Aussaat von Wildblumen sogar sinnvoll! Der Kauf von spezieller (& teurer) Blumenerde fällt hier also weg.
  • Das Aufräumen des Gartens sollte man unbedingt auf den Frühling statt auf den Herbst legen – so haben Insekten, wie zum Beispiel Raupen, die Möglichkeit zu überwintern.
  • Bei einjährigen und mehrjährigen Mischungen unterscheiden: Erstere sind für Töpfe gedacht, die im Winter nicht draußen stehen bleiben oder sehr klein sind.

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Beim Workshop haben wie außerdem gelernt, wie man ganz leicht DIY-Pflanzkästen  bauen kann. Dafür braucht man lediglich Holzpaletten, ein paar schmale Holzplanken zum Verschließen der Seiten, Teichfolie, Kieselsteine, Erde, Werkzeug und natürlich Blumen. Zusammen mit den anderen Workshop-Teilnehmern Hand anzulegen hat mega viel Spaß gemacht – und im Nu hatten wir aus den einfachen Paletten coole Pflanzkästen für Wildblumen geschaffen. Probiert das unbedingt auch mal aus!! Vielleicht ist das ja auch eine tolle Idee fürs nächste Familienfest??

Man kann so übrigens nicht nur das Nahrungsangebot für die Bienen erweitern, sondern auch einen kleinen Kräutergarten anlegen – denn viele der Wildblumen haben wundervolle Heilwirkungen und können zu Tee, Tinkturen oder Ölen verarbeitet werden. Wie ihr wisst bin ich sowieso schon lange kein Befürworter mehr von Tabletten und Co. – sondern habe über meine eigene Heilungsgeschichte die Heilkraft der Natur verstehen und schätzen gelernt. Mit heimischen Wildkräutern habe ich mich bisher aber kaum beschäftigt, weshalb ich für diesen Teil des Workshops ganz besonders dankbar war.

Hier sind ein paar Beispiele für Wildkräuter und deren Wirkungsbereiche:

  • Echtes Johanniskraut – Depressionen, hormonelle Störungen, Nervosität, Kopfschmerzen, Wunden  | Johanniskraut ist eins der Präparate, die ich gerade täglich zu mir nehme!
  • Kleiner Odermennig – Appetitlosigkeit, Halsentzündung, Magenprobleme, Durchfall; wirkt entzündungshemmend, harntreibend und wundheilend
  • Kriechender Günsel – Sodbrennen, Halsschmerzen, Einschlafstörungen; wirkt antibakteriell und beruhigend
  • Wiesensalbei – Rachenentzündungen, Magen-Darm-Schmerzen; wirkt entzündungshemmend und antibakteriell
  • Zitronen-Drachenkopf – Magenschmerzen, Verdauungsbeschwerden

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Zum Schluss haben wir noch seed bombs gebaut – oder wie NABU-Expertin Maren auch sagte: “Der etwas andere Blumenstrauß”.

Für die DIY-Samenbomben (die aussehen wie meine Schoko Bliss Balls :D) braucht man:

  • Blumenerde
  • Lehm
  • Blumenmischungen
  • Wasser

Und so geht’s:

  1. Blumenerde und Lehm zu gleichen Teilen gründlich vermischen
  2. Samen hinzugeben und gleichmäßig vermengen
  3. Eine kleine Portion der Mischung in einem Schälchen mit etwas Wasser zu einem festen Brei vermengen
  4. Aus der Masse kleine Kugeln formen – mit einem Kaffeelöffel kann man super portionieren
  5. Gut trocknen lassen

Bei der nächsten Einladung statt teurem Blumenstrauß einfach eine der seed bombs in einer kleinen Schachtel mitbringen! 🙂


Ihr seht – es ist echt easy, selbst aktiv zu werden. Und vor allem macht das Ganze total viel Spaß!! Vielleicht konnte ich euch ja dazu inspirieren selbst mal Wildblumen auszusäen oder zu pflanzen?? Ich würde mich riesig über euer Feedback in den Kommentaren freuen!

Im nächsten Blogpost gibt’s dann alles zum Thema Nisthilfen und Insektenhotels!

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Ein großes Dankeschön möchte ich noch an alle richten, die bei meinem Bienen Gewinnspiel mitgemacht haben! Gewonnen hat die liebe Karo, die mich dann zum REWE Workshop begleitet hat ♥︎ Ich freu mich immer so, wenn ich euch persönlich treffen kann und so mal die Gesichter und Persönlichkeiten hinter den Likes und Kommentaren kennenlerne!! Der Austausch mit euch ist das Schönste an meiner Arbeit, und je persönlicher der stattfindet, desto wertvoller ist er, finde ich…

Ganz viel Liebe an euch alle!

Jil

In Kooperation mit Rewe.

One thought on “How You Can Become A Beesaver (Part I)

  1. Dr. Maren Meyer-Grünefeldt says:

    Hallo liebe Jil,

    du hast einen tollen Blogpost über unseren Workshop geschrieben. Ich konnte beim Lesen gerade noch einmal den Tag durchleben. Wir hatten schon viel Spaß. Mir hat am Ende ein wenig der Kopf geraucht, aber das ging Euch bestimmt nicht anders.

    Wie immer bei solchen vielseitigen Themen, habe ich im Nachhinein festgestellt, dass ein sehr wichtiges Thema ein wenig zu kurz gekommen ist, daher möchte ich es hier kurz ergänzend anreissen:

    Torffreie Erden!

    Bitte achtet immer darauf ohne Torf zu gärtnern. Unsere Moore sind einzigartige Lebensräume und sehr wichtige Rückzugsgebiete für viele bedrohte Tierarten. Außerdem leisten intakte Moore einen ganz großen Beitrag zum Klimaschutz, da sie unglaubliche Mengen Kohlenstoff speichern. Der Torfabbau bedroht diese Systeme. Mehr als 60 Prozent der europäischen Moore wurden bereits zerstört. Zum erfolgreichen Gärtnern ist Torf auch überhaupt nicht notwendig. Einfach Kompost oder Rindenhumus (nicht mit Rindenmulch verwechseln) in die Erde mischen. Klappt noch besser als mit Torf und gleichzeitig wird man beim Gärtnern zum Arten- und Klimaschützer.

    Ich freue mich auf den 2. Teil deines Berichts und bin gespannt, wie Du unsere Architekturkünste aufbereitest.

    Bleib so strahlend wie Du bist.
    Liebe Grüße aus Bremervörde und vielleicht sehen wir uns irgendwann einmal hier wieder.
    Maren

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